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Teneriffa
Teneriffa – die Insel des ewigen Frühlings –
bietet auf gerade mal 2.000 qkm die landschaftliche Vielfalt eines ganzen Kontinents. Der Norden
ist tropisch grün, während sich der Süden karg und wüstenhaft mit spärlicher Vegetation zeigt. Immerhin befindet man sich hier auf dem gleichen
Breitengrad wie die nur wenige Hundert Kilometer östlich entfernte Wüste Sahara. Und dennoch zieht diese an sich unwirtliche Gegend die
meisten Touristen an. Grund hierfür ist die nur für den Süden charakteristische Schönwettergarantie mit 360 Sonnenscheintagen im Jahr.
So wurde diese Küstenregion rein für den Tourismus erschlossen. In Las Américas und Los Cristianos schossen die Bettenburgen wie Pilze
aus dem Boden. Mit diesem Boom blieben allerdings auch die negativen Folgen nicht aus, weshalb man inzwischen mit strengen Baugesetzen
einer weiteren Fehlentwicklung entgegensteuert. Heute stehen 90 % der Insel unter Naturschutz.
Im Süden findet man die meisten (schwarzsandigen) Strände zum Baden, doch für ausgiebige Strandwanderungen sind diese durch Felsen
unterbrochenen Buchten nicht geeignet. Dafür lädt die 16 km lange Strandpromenade zum Flanieren ein. Vorbei an Bars, Restaurants und
Boutiquen kommen Vergnügungshungrige und Nachtschwärmer voll auf ihre Kosten.
Der Süden ist also ein El Dorado für Sonnenanbeter
und Unternehmungslustige. Wer aber die überraschende Schönheit Teneriffas kennen lernen möchte, muss sich vom Swimmingpool entfernen
und am besten mit dem Auto die Insel erkunden.
Der im wahrsten Sinne des Wortes „Höhepunkt“ einer Teneriffareise liegt im Zentrum der Insel. Der Vulkan Pico del Teide ist mit 3718 m auch
der höchste Berg Spaniens. Während einer Fahrt durch die unrealistisch wirkende Mondlandschaft im Nationalpark der Canadas fasziniert die
Formen- und Farbenvielfalt der Stein- und Gerölllandschaft, die der Vulkan im Laufe von Jahrtausenden erschaffen hat.
Nicht weniger eindrucksvoll ist eine Fahrt durch das Tenogebirge im Süd-Westen der Insel mit seinen tief eingeschnittenen Schluchten,
gigantischen Felsabbrüchen und steilen Bergmassiven. Es wundert daher nicht, dass diese Gegend nur dünn besiedelt ist. Doch genau hier
liegt Masca, das angeblich schönste Dorf der Insel, welches erst seit den 70er Jahren über eine extrem kurvenreiche und äußerst schmale
Teerstraße zu erreichen ist. Es ist in spektakulärer Lage über einer Schlucht gebaut.
Der Pflanzenreichtum Teneriffas scheint im wesentlichen von den fruchtbaren vulkanischen Böden und dem herrschenden Klima im Nordosten
geprägt. Das subtropischen Klima an der Südküste wird von den feuchten Passatwinden im Norden gemildert. Eindrucksvoll erlebt man den
Wetterumschwung bei einer Fahrt durch das Anaga-Gebirge im Osten der Insel. Innerhalb weniger Kilometer fährt man von der Sonne direkt in
die tiefhängenden Passatwolken. Die Luft wird deutlich kühler und feuchter. Die Pflanzen und Bäume „melken“ die Wolken, weshalb sich hier
ein saftiges Dickicht mit seltenen Bäumen und meterhohen Farnen gebildet hat. Diese Ecke gilt als die vielfältigste und faszinierendste und
bietet grandiose Ausblicke. Auf der einzigartigen Kammstraße verläuft die Klimascheide zwischen dem üppig grünen Norden und dem
sonnenverwöhnten, trockenen Süden. Auf der windabgewandten Seite fallen die Bergflanken zur „Playa Las Teresitas“ dem schönsten
feinsandigen Badestrand auf
Teneriffa. Dieser künstlich angelegte mit Schatten spendenden Bäumen und Palmen bepflanzte Strand wird alle
paar Jahre mit Sand aus der Sahara.
Wie alle anderen kanarischen Inseln ist natürlich auch Teneriffa
bestens geeignet, hier zu überwintern, seine
Hochzeitsreise
hier zu verbringen
oder einfach nur Urlaub mit der Familie zu machen.
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